Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
1. Sâd. Beim Koran, voll der Ermahnung.
(Es gibt verschiedene Erklärungsversuche, warum diese Sure nach dem Buchstaben Sâd benannt wurde, doch das genaue Wissen darüber liegt allein bei Allah.)
2. Aber nein, diejenigen, die ungläubig sind, verharren in Stolz und Feindseligkeit (gegenüber der Wahrheit).
3. Wie viele Generationen Wir vor ihnen vernichtet haben. (Als die Strafe eintraf), riefen sie (um Hilfe), doch da war keine Zeit mehr zum Entrinnen.
(Als die diesseitige Strafe eintraf, erkannten sie die Wahrheit und begannen, um Vergebung zu bitten und um Hilfe zu flehen. Doch wenn die Strafe Allahs einsetzt, gibt es kein Entrinnen mehr, und Reue wird nicht länger akzeptiert. Diese Situation weist Parallelen zum Tag des Gerichts auf: Wenn der Befehl Allahs ergeht, ist es für Glauben und Reue zu spät. Dieser Vers betont die Wichtigkeit, den Glauben rechtzeitig zu verinnerlichen.)
4. Sie wundern sich darüber, dass ein Warner aus ihrer Mitte zu ihnen gekommen ist. Die Ungläubigen sagen: "Das ist ein Zauberer, ein Lügner.
5. Will er etwa die Gottheiten zu einem einzigen Gott vereinen? Das ist gewiss eine erstaunliche Sache."
6. Und die Vornehmen unter ihnen laufen davon (und sagen): "Macht weiter (wie bisher) und haltet beharrlich an euren Gottheiten fest. Dies(er Koran) verfolgt eine Absicht, (die zu unserem Nachteil ist).
7. Davon haben wir in der letzten (uns bekannten) Religion nie gehört. Dies ist nichts als eine Erfindung.
(in der letzten Religion: Damit ist das Christentum gemeint. Laut Ibn Abbas sagten sie auch: "Wenn dieser Koran dem Christentum entsprechen würde, hätten uns die Christen darüber informiert.")
8. Soll die Ermahnung (ausgerechnet) auf ihn unter uns herabgesandt worden sein?" Nein, vielmehr hegen sie Zweifel an Meiner Ermahnung, (nicht am Gesandten). Sie haben (eben) Meine Strafe noch nicht erfahren.
9. Oder besitzen sie (etwa) die Schätze der Barmherzigkeit deines Herrn, des Allmächtigen, des unablässig Schenkenden?
10. Oder gehört ihnen die Herrschaft über die Himmel und die Erde und dessen, was dazwischen ist? (Wenn dem so sein sollte,) sollen sie doch (zu den Himmelspforten) emporsteigen.
11. Sie bilden eine Schar, doch sie werden bald besiegt werden.
(Sie bilden eine Schar: alle Menschen, die den Koran leugnen.)
12. Vor ihnen leugneten (bereits) das Volk Noahs, die 'Aad und Pharao, der Besitzer der Pfähle,
(der Besitzer der Pfähle: Dies bezieht sich auf Pharao und seine Art der Bestrafung. Personen, die seinen Unmut erregten, wurden mit Händen und Füssen an Pfählen festgemacht, um gefoltert oder hingerichtet zu werden.)
13. ebenso die Thamud, das Volk Lots und die Bewohner von Al-Aika. Sie alle waren Verbündete (im Unglauben).
14. Sie leugneten die Gesandten, und so wurde Meine Strafe fällig.
15. Sie (alle) haben nichts anderes zu erwarten als den einen Schrei, der unausgesetzt ertönen wird.
16. (Die Ungläubigen) sagen (spöttisch): "Unser Herr, lass uns unseren Teil (der Strafe) noch vor dem Tag der Abrechnung zukommen."
17. Sei geduldig gegenüber dem, was sie äussern, und erinnere dich an Unseren Diener David, den Kraftvollen, der immer wieder (in Reue) umkehrte.
18. Wir machten Ihm die Berge dienstbar, die mit ihm am Abend und am Morgen (Allah) lobpreisten,
19. und auch die Vögel sammelten sich um ihn; alle waren ihm gehorsam, (wenn er sie zur Lobpreisung Allahs aufrief).
20. Und Wir festigten sein (König)reich und schenkten ihm Weisheit sowie entschiedene Rede.
(Die Weisheit bezieht sich auf das Prophetentum, während die entschiedene Rede auf sein gerechtes Urteil bei Gerichtssprüchen hinweist. Der Kläger musste einen Beweis vorbringen, beide Parteien wurden angehört und mussten einen Eid ablegen.)
21. Ist dir der Bericht von den Streitenden zugekommen, die über die Mauer in seine Gebetsstätte geklettert sind?
22. Als sie bei David (in die Gebetsstätte) eintraten, erschrak er. Sie sagten: "Fürchte dich nicht. Wir sind zwei Streitende, von denen der eine den anderen unterdrückt hat. Richte darum in Gerechtigkeit zwischen uns, weiche nicht davon ab und leite uns auf den ebenen Weg.
23. Das ist mein Bruder. Er hat neunundneunzig Mutterschafe und ich habe (nur) ein Mutterschaf. Nun sagte er mir: 'Überlass es mir', und er hat mich in der Rede überwunden."
24. (Ohne die andere Partei anzuhören,) sagte er [David]: "Er hat dir Unrecht getan, indem er dein Mutterschaf zu seinen hinzufügen wollte. Viele von denen, die miteinander (Geschäfte) machen, begehen Unrecht gegeneinander, ausser denen, die glauben und rechtschaffene Werke verrichten, und das sind nur wenige." Danach wurde David bewusst, dass Wir ihn einer Prüfung unterzogen hatten. Er bat seinen Herrn um Vergebung, (indem er in Niederwerfung) niederfiel und sich reumütig an Ihn wandte.
(In der beschriebenen Situation fällte David (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) vorschnell ein Urteil, ohne die Argumente beider Parteien zu hören – ein entscheidender Schritt, um ein gerechtes Urteil zu gewährleisten, den er normalerweise vornahm. Es hätte beispielsweise sein können, dass der Anspruch auf das Schaf als Kompensation für einen anderen Besitz erhoben wurde. David (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) erkannte daraufhin seinen Fehler und bat Allah um Vergebung.)
25. Und so vergaben Wir ihm. Wahrlich, für ihn wird es (dereinst Zutritt in) Unsere Nähe und einen schönen Ort der Heimkehr geben.
26. – "O David, Wir haben dich zu einem Nachfolger (früherer Herrscher) auf der Erde gemacht. Richte daher in Wahrheit unter den Menschen und folge nicht deinen (eigenen) Neigungen, damit du nicht von Allahs Weg abkommst. Für diejenigen, die von Allahs Weg abirren, wird es eine schwere Strafe geben, weil sie den Tag der Abrechnung vergessen haben."
27. Und Wir haben den Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, nicht umsonst erschaffen. Das denken (nur) diejenigen, die ungläubig sind. Wehe den Ungläubigen wegen des Feuers, (in das sie dereinst geworfen werden).
28. Oder sollten Wir (etwa) diejenigen, die glauben und rechtschaffene Taten verrichten, wie diejenigen behandeln, die Verderben stiften? Oder sollten Wir die Frommen wie die Frevler behandeln?
29. (Dies ist) ein gesegnetes Buch, das Wir zu dir herabgesandt haben, damit sie über seine Verse nachdenken und die Verständigen sich damit ermahnen lassen.
30. Und Wir schenkten David mit Salomo einen vorzüglichen Diener (Allahs); immer wieder kehrte er (in Reue) um.
31. Als ihm am Abend scharrende Rennpferde gezeigt wurden,
(Salomo (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) war von der Pracht und Schönheit der Pferde abgelenkt und versäumte das Gebet zu seiner vorgeschriebenen Zeit.)
32. sagte er (danach): "Ich habe mich der Liebe der (irdischen) Güter gewidmet und habe (erst) an die Erinnerung meines Herrn gedacht, als sie durch den Schleier (der Nacht) verborgen waren.
33. Bringt sie zurück." Dann streichelte er (zuerst) ihre Beine und Hälse (und opferte sie dann als Almosen).
(Als die Pferde zu Salomo (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) zurückgebracht wurden, opferte er sie und liess das Fleisch als Almosen unter den Armen verteilen, so Jalalain. Er tat dies als Sühne und um zu unterstreichen, dass Rennpferde und weltlicher Besitz im Vergleich zur Wahrheit und dem Dienst an Allah von geringer Bedeutung sind. Qatadah ergänzt, dass Salomo (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) dies unternahm, um eine Versuchung zu beseitigen, die ihn das Gebet hatte vergessen lassen.)
34. Und wahrlich, Wir prüften Salomo, indem Wir ein (leibhaftiges Ebenbild s)eines Körpers auf den Thron setzten; dann wandte er sich (Allah) reumütig (zu).
(Nachdem Salomo (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) einen Fehler begangen hatte, prüfte ihn Allah, indem Er ein Ebenbild auf seinen Thron setzte. Über einen Zeitraum von 40 Tagen sahen die Menschen zwar Salomo (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm), doch niemand erkannte ihn, da ein täuschend echtes Ebenbild auf seinem Thron sass. Nachdem Salomo (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) in Reue zu Allah umkehrte, gab ihm Allah sein Königreich wieder. Über diesen Vorfall gibt es verschiedene Überlieferungen, doch das genaue Wissen obliegt allein Allah.)
35. Er sagte: "Mein Herr, vergib mir und gewähre mir eine (Königs)herrschaft, wie sie niemandem nach mir (mehr) anstehen wird. Wahrlich, Du bist der unablässig Schenkende."
36. Daraufhin unterwarfen Wir ihm den Wind, der auf seinen Befehl sanft in jede gewünschte Richtung wehte.
37. Und (Wir setzten) Teufel (in seinen Dienst), die (für ihn) (Bauten) errichteten und (nach Perlen) tauchten,
(Ihr Dienst an Salomo (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) diente ihrer Erniedrigung, wie es in Sure 34:14 erwähnt wird. Diese Gegebenheit unterstreicht Allahs Allmacht und zeigt, dass selbst widerspenstige Kreaturen wie die Teufel Seinem Willen unterworfen werden können, um für gerechte Zwecke eingesetzt zu werden.)
38. während andere in Ketten gefesselt blieben.
39. (Und Wir sagten zu ihm:) "Dies sind Unsere Gaben. Sei grosszügig oder zurückhaltend in ihrer Verteilung, ohne (hierfür) Rechenschaft ablegen zu müssen."
40. Wahrlich, für ihn wird es (dereinst Zutritt in) Unsere Nähe und einen schönen Ort der Heimkehr geben.
41. Und erwähne Unseren Diener Hiob, als er zu seinem Herrn rief: "Satan hat mich mit Bedrängnis und Schmerz berührt."
42. – "Stampfe mit deinem Fuss (auf den Boden). Hier ist kühles Wasser zur Reinigung und zum Trinken."
(Als er fest auf den Boden stampfte, liess Allah eine Quelle entspringen. Das daraus fliessende Wasser heilte seine äusseren Wunden, und durch das Trinken des Wassers wurden seine inneren Beschwerden gelindert. Obwohl Allah ohne menschliches Zutun wirken und heilen kann, zeigt dieser Vers, dass Allah von den Menschen erwartet, dass sie nach Möglichkeit eine Handlung in der Hoffnung auf Ihn vollziehen sollen. Man könnte dies wie folgt zusammenfassen: "Unternimm eine Handlung im Vertrauen auf Allahs Eingreifen, und Allah wird dir beistehen, so Allah will.")
43. Und Wir gaben ihm seine Angehörigen (zurück) und dazu noch einmal so viele, als eine Barmherzigkeit von Uns und als Ermahnung für diejenigen, die ihren Verstand nutzen.
44. Und (Wir sagten:) "Nimm ein Bündel (Zweige) in deine Hand und schlage damit, (um dein damaliges Versprechen einzuhalten); und werde nicht schwach, (indem du dein Versprechen brichst)." Wahrlich, Wir fanden ihn geduldig (in der Prüfung). Welch vorzüglicher Diener er war, und er kehrte stets (reumütig zu Allah) zurück.
(Der Grund, warum Hiob seine Frau mit einem Bündel von 100 Getreideähren schlug, ist auf ein Gelübde zurückzuführen, das er während seiner Krankheit abgelegt hatte. Er hatte versprochen, ihr körperlich zu vergelten, sollte Allah ihn heilen, weil sie Worte geäussert hatte, die Allah missfielen. Nach seiner Genesung stand Hiob (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) vor dem Dilemma, sein Versprechen einzuhalten, ohne seiner Frau tatsächlich zu schaden. Die Wahl des Bündels Zweige als Mittel zum Schlagen symbolisierte eher die Erfüllung seines Schwurs als eine tatsächliche Bestrafung. Dieses Vorgehen war ein Zeichen von Hiobs Bestreben, seinen Eid auf eine Art zu erfüllen, die sowohl dem Versprechen treu blieb als auch Barmherzigkeit gegenüber seiner Frau wahrte.)
45. Und erwähne Unsere Diener Abraham, Isaak und Jakob, die Tatkraft und Einsicht besassen.
46. Wir zeichneten sie mit der ständigen Erinnerung an die (jenseitige) Wohnstätte aus.
47. Und wahrlich, sie zählen bei Uns zu den Auserwählten und besten (Geschöpfen).
48. Und erwähne Ismaël, Elisas [al-Yasa’] und Dhûl-Kifl, die (auch) zu den besten (Geschöpfen) zählen.
49. Dies soll eine Erinnerung (für die Gläubigen) sein. Die Frommen werden (dereinst) einen schönen Ort der Heimkehr haben.
50. (In den) Gärten Edens, deren Tore für sie offen sein werden,
51. werden sie (behaglich auf Liegen) angelehnt nach allerlei Früchten und Getränken verlangen,
52. und in ihrer Gesellschaft werden gleichaltrige (Frauen) sein, deren Blicke keusch sind."
53. Das ist, was euch für den Tag der Abrechnung versprochen wird.
54. Wahrlich, das ist Unsere nie endende Versorgung.
55. Sie ist (für die Frommen) bestimmt. Für diejenigen jedoch, die (gegen Allah) aufsässig sind, wird es eine schlechte Rückkehr geben.
56. Die Hölle, in der sie brennen werden, ist ein trostloser Aufenthaltsort.
57. Sie ist (für die Ungläubigen) bestimmt. (Dort werden) sie siedend Heisses sowie eisig Kaltes erfahren,
58. sowie andere (Strafen) ähnlicher Art.
59. (Die Engel werden sagen:) "Dies ist eine Schar (von weiteren Verdammten), die mit euch (in die Hölle) gestürzt werden." (Die Anführer des Unglaubens werden sagen:) "Mögen sie keine Bequemlichkeit finden, (denn) sie werden nun (wie wir) dem Feuer ausgesetzt sein."
60. (Die Mitläufer) werden sagen: "Vielmehr seid ihr diejenigen, die keine Bequemlichkeit finden sollen, denn ihr habt uns zu diesem (Schicksal) geführt. Und welch schlimme Bleibe das ist, (in der wir uns nun alle befinden)."
61. Sie (werden weiter) sagen: "Unser Herr, verdopple die Strafe im Feuer für jeden, der uns den Unglauben aufgebürdet hat."
62. Und sie werden sagen: "Warum sehen wir keine Menschen (in der Hölle), die wir (zu Lebzeiten) als Irregeleitete betrachtet haben?
63. Haben wir sie etwa (zu Unrecht) verspottet oder entziehen sie sich unseren Blicken?"
64. Dies ist ein (Bericht) in Wahrheit über die Streitigkeiten der Bewohner des Feuers.
65. Sprich: "Ich bin nur ein Warner. Es gibt keine Gottheit ausser Allah, dem Einen, dem Allbezwinger,
66. dem Herrn der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, dem Allmächtigen, dem Allvergebenden.
67. Sprich: "Dies(er Koran) ist eine grosse Kunde,
68. (doch) ihr wendet euch davon ab.
69. Und ich hatte (von mir aus) kein Wissen über die höchsten Würdenträger [die Engel], als sie (damals) untereinander debattierten.
70. Mir wird nur offenbart, dass ich ein deutlicher Warner sein soll."
71. (Und erinnere daran,) als dein Herr zu den Engeln sagte: "Wahrlich, Ich werde einen Menschen aus Ton(erde) erschaffen.
72. Wenn Ich ihn dann geformt und ihm von Meinem (Lebens)geist eingehaucht habe, dann fallt nieder vor ihm in Niederwerfung."
(Diese Niederwerfung hatte nichts mit einer etwaigen Anbetung zu tun. Allah hat dadurch nur kenntlich gemacht, wer Seinem Befehl selbst dann gehorcht, wenn ihm etwas unschlüssig erscheint.)
73. Also warfen sich die Engel allesamt nieder,
74. ausser Iblis. Er wandte sich hochmütig ab und gehörte zu den Ungläubigen.
75. Er [Allah] sagte: "Iblis, was hindert dich daran, dich vor dem niederzuwerfen, was Ich mit Meinen Händen erschaffen habe? Bist du zu stolz oder fühlst du dich (darüber) erhaben?"
76. Er sagte: "Ich bin besser als er. Du hast mich aus Feuer erschaffen und ihn (lediglich) aus Ton."
("Wer seinen eigenen Verstand über die offenbarten Texte erhebt, folgt dem Beispiel von Iblis", so Uthaymîn.)
77. Er (Allah) sagte: "Geh hinaus von hier, denn du bist (von nun an) verbannt,
(hinaus von hier: aus dem Paradies, aus den Himmeln oder aus der Gefolgschaft der Engel.)
78. und auf dir liegt Mein Fluch bis zum Tag des Gerichts."
(bis zum Tag des Gerichts:
Indem der Fluch spezifisch bis zum Tag des Gerichts genannt wird, unterstreicht dies, dass Iblis kein Sonderfall in Bezug auf Allahs Gerechtigkeit ist. Wie alle Geschöpfe wird auch er gerichtet werden, und obwohl das Ergebnis seines Urteils bereits bekannt ist, bleibt dieser Prozess dem universellen Grundsatz von Allahs Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht treu. Dieser Ansatz vermeidet es, Iblis eine Stellung zu verleihen, die ihn über andere Geschöpfe erheben könnte. Seine Rebellion, die Tatsache, dass er bis zum Tag des Gerichts nicht um Vergebung bitten wird, sowie die darauffolgende Strafe stehen somit im Rahmen von Allahs gerechtem System, das für alle Seine Geschöpfe gilt. Die vorzeitige Kenntnis seines Schicksals ändert nichts an der Tatsache, dass er, wie alle anderen auch, am Tag des Gerichts zur Verantwortung gezogen wird. Dies vermittelt eine wichtige Lektion über die Allumfassenheit und Unparteilichkeit von Allahs Gerechtigkeit.)
79. Er sagte: "Mein Herr, gewähre mir Aufschub bis zum Tag, an dem sie auferweckt werden."
80. Er (Allah) sagte: "Du gehörst zu denen, denen Aufschub gewährt wird,
(zu denen, denen Aufschub gewährt wird: Damit sind auch die Engel gemeint (Allahs Segen und Frieden seien auf ihnen), die, wie Iblis, bis zum Tag des Gerichts weiterleben.)
81. bis zum Tag der (Mir) wohlbekannten Zeit."
82. Er sagte: "Bei Deiner Macht, ich werde sie sicherlich alle verführen,
83. ausgenommen Deine auserwählten Diener unter ihnen."
84. Er [Allah] sagte: "Die Wahrheit ist – und (nur) die Wahrheit spreche Ich.
85. Ganz bestimmt werde Ich (dereinst) die Hölle mit dir und denen füllen, die dir folgen."
86. Sprich: "Ich verlange von euch keinen Lohn für das, (was ich euch offenbare), und ich gehöre nicht zu denen, die sich (etwas) anmassen.
87. Dies(er Koran) ist lediglich eine Ermahnung für die Welten,
88. und sicherlich werdet ihr bald Kunde davon erhalten.